Am 26. September 2000 wurde Jutta Hoffmann in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin mit dem Kritikerpreis der Berliner Zeitung ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis - so die Jury - "für die so großartige wie bescheidene Darstellung der Rosa Luxemburg in Einar Schleefs Inszenierung 'Verratenes Volk' ." Lesen Sie Auszüge aus der Laudatio von Detlef Friedrich.
August/September 2000. Nachdem in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Theater der Zeit Schleefs neues Stück Totentrompeten 3 - Deutsche Sprache schwere Sprache (UA im Novemeber am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin) veröffentlicht wurde, zieht Theater heute nun im September-Heft nach und druckt Schleefs Nietzsche-Trilogie. Die Uraufführung dieses Stückes soll - wie gemeldet - im Juni 2001 im Wiener Akademietheater stattfinden, der Autor selbst wird unter eigener Regie die Titelrolle übernehmen. Als Nietzsches Schwester ist Edith Clever vorgesehen.
Derweil läßt der Suhrkamp-Verlag verlauten, daß sich der bereits für Februar 2000 vorgesehene Erscheinungstermin der Sammelbände mit Schleef-Stücken 14 Vorhänge und Der Untergang der DDR um mindestens ein Jahr verschiebt. Man kann sich im Kino trösten, wo Schleef seit 7. September in Werner Schroeters Film Die Königin, einem eigenwilligen und sehr schönen Porträt der Schauspielerin Marianne Hoppe, zu sehen ist. Wem das immer noch nicht genug ist, der kann sich den kürzlich im Eichborn-Verlag erschienenen Roman Rosa von Thomas Harlan kaufen, in dem in einer beiläufigen Nebenrolle auch "Einar S." auftritt.
4. Juli 2000. Für eine Rezension über Verratenes Volk erhielt Ulrike Sophia Trommer vom Georg-Herwegh-Gymnasium in Berlin den 1. Preis beim 5. Nachwuchskritiker-Wettbewerb, der vom Deutschen Theater, der Senatsschulverwaltung und der "Berliner Zeitung" ausgerichtet wurde. Eine Jury wählte den Text aus 45 Einsendungen aus.
26. Mai 2000. Trotz der Querelen um die Premiere von Verratenes Volk am Deutschen Theater wird man glücklicherweise nicht müde, Einar Schleef zu Inszenierungen einzuladen. Klaus Bachler, Intendant des Burgtheaters Wien, stellte bei einer Pressekonferenz am 25. Mai seine Pläne für die Spielzeit 2000/2001 vor. Demzufolge soll Einar Schleef im Juni 2001 im Akademietheater sein eigenes Stück Nietzsche-Trilogie inszenieren. Es soll sich - wer glaubt's? - um ein Dreipersonenstück handeln. Auch Christoph Marthaler hat angekündigt, daß er Schleef an seinem Zürcher Schauspielhaus arbeiten lassen möchte. Dies ist jedoch erst für die Spielzeit 2001/2002 vorgesehen.